Maiwanderung 2015 - FWG Hackenheim

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Maiwanderung 2015




17. Mai 2015 - Ausflug der FWG ins Mittelrheintal.



Bei herrlichem Frühlingswetter treffen sich Mitglieder der FWG am Rheinufer in Bingen zum Start rund um das Binger Loch.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Helmut Jäckels, wird das Ringticket gekauft, das für Schiffe, Sessellift und Kabinenbahn gilt.

Einige Zeit muss man sich noch an Brücke 4 bis zur Abfahrt des Schiffes nach Assmanshausen gedulden und kann dabei schon einmal einen Blick auf das grandiose Uferpanorama mit dem Niederwalddenkmal und den Taunushöhen werfen.

Dorthin sollte uns der Weg mit Schiff und Sesselbahn führen.  




Wir genießen den einmalig schönen Rhein vom Schiff aus.

Am Eingang zur schauerlichen Felsschlucht, in die sich der Rhein bei Bingen hineinzwängt, erhebt sich auf dem rechten Ufer des Stroms zwischen den Gesträuchen und Weinbergen der Rüdesheimer Höhen die Ruine der stolzen Burg Ehrenfels; inmitten der brausenden Fluten des Rheins aber ragt auf einer Felseninsel ein düsteres Gemäuer empor, das unter dem Namen "Mäuseturm" oder "Hattos Turm" berüchtigt geworden ist. Das alte Bauwerk steht hart bei dem sogenannten Binger Loch, wo der Strom über Klippen rauscht und nur eine enge Durchfahrt freilässt, die man einst für sehr gefährlich hielt; man glaubte, daß die Trümmer von Fahrzeugen, die das Binger Loch verschlungen, an der Felsenbank von St. Goar wieder zum Vorschein kämen. Aber seit langer Zeit kennt der Schiffer diesen Weg so genau, daß die Durchfahrt nur bei Sturm bedenklich ist.

Der 24,65 Meter hohe als Zollwachturm Anfang des 14. Jahrhunderts erbaute Mäuseturm erhielt seinen Namen aufgrund einer Sage. (www.sagen.at/Traditionelle Sagen)



Die Schiffahrt führt uns durch das Binger Loch.
Das Binger Loch bei Rheinkilometer 530,8, rechtes Ufer, war die schwierigste Engstelle für die Schifffahrt im Oberen Mittelrheintal. Sie liegt in Sichtweite stromabwärts des Binger Mäuseturms und der Burg Ehrenfels. Beim Durchbruch des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge war an dieser Stelle ein quer zum Fluss verlaufendes Quarzitriff stehengeblieben. Lastschiffe konnten im Mittelalter das Binger Riff nicht passieren. Weinfässer und andere Lasten wurden bei Lorch entladen und über den Niederwald (den Kaufmannsweg) auf dem Landweg nach Geisenheim gebracht.

Die Schaffung einer Passage für die Schifffahrt gelang durch Sprengung eines Lochs in die Felsbarriere, daher der Name Binger Loch.



Rechts vor uns liegt alsdann die Burg Ehrenfels.
Die Burg Ehrenfels ist die Ruine einer Hangburg westlich von Rüdesheim am Rhein auf halber Strecke nach Assmannshausen im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen. Sie steht am nordöstlichen Rheinufer am steilen Hang des Rüdesheimer Berges, der mehrere der besten Weinlagen Deutschlands umfasst.

Von der einstigen knapp 600 Quadratmeter großen Zollburg sind die 4,6 Meter dicke, 20 Meter hohe Schildmauer mit ihren zwei 33 Meter hohen Ecktürmen sowie Reste des Palas und eines Torbaus erhalten.

Seit 2002 ist die Burg Ehrenfels Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.



...und schräg gegenüber auf der linken Rheinseite sehen wir Burg Rheinstein.
Die Burg Rheinstein, auch Burg Voitsberg oder Vaitzburg genannt, ist eine Spornburg im oberen Mittelrheintal in der Gemeinde Trechtingshausen im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Ihren heutigen Namen erhielt sie nach Abschluss ihres Wiederaufbaues 1829.

Seit 2002 ist die Burg Rheinstein Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Alternativname(n):  Burg Voitsberg, Vaitzburg
Entstehungszeit:  1316 bis 1317
Burgentyp:  Höhenburg Spornlage
Erhaltungszustand:  Wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung:  Klerikale, Adlige
Ort:  Trechtingshausen








Wir nähern uns Assmannshausen, dass seit der Eingemeindung 1977 ein Stadtteil von Rüdesheim am Rhein im Rheingau-Taunus-Kreis im südwestlichen Hessen und die wohl bekannteste Rotweingemeinde in Deutschland ist.

Sie hat knapp 1000 Einwohner (Stand: 2007) und gehört zum Welterbe Oberes Mittelrheintal.


Hier gehen wir wieder an Land.

         
               





In Assmanshausen folgt ein kurzer Fußmarsch durch die malerischen verwinkelten Gassen zum Sessellift.

Im Jahre 1108 schenkte der Mainzer Erzbischof Ruthard dem an der oberen Nahe gelegenen Kloster Dissibodenberg einen Weinberg in der Gemarkung Hasemanneshusen . Damit tritt Assmannshausen in die Geschichte ein, und jene Schenkungsurkunde ist gewissermaßen sein Geburtsschein.
Bis ums Jahr 1500 heißt das Dorf in allen Urkunden Hasemanneshusen, dann verschwindet das “H” und es bleibt unser vertrautes Assmannshausen.
Es ist bezeichnend, dass es schon im Geburtsschein um einen Weinberg geht, und um was für einen Weinberg!  “Zwischen Hasemanneshusen und Ulinhusen”, dem heutigen Aulhausen gelegen, also zweifellos um die heutigen Lagen Hinterkirch und Höllenberg.
Das sind die edelsten Rotweinlagen nicht nur von Assmannshausen, sondern von ganz Deutschland. Aus den nächsten Jahrzehnten und Jahrhunderten finden sich nicht weniger als 23 Urkunden, nach denen auswärtige Herren, die einen guten Tropfen zu schätzen wussten, sich Weinberge in Hasemanneshusen sicherten.


Das Dorf, wohl um die erste Jahrtausendwende aus einer fränkischen Siedlung entstanden, ist zunächst noch klein und unbedeutend, aber schon 1361 besitzt es ein eigenes Schöffengericht, während bereits 1325 ein eigener Plebanus, ein Pfarrer, erwähnt wird, woraus man schließen kann, dass um diese Zeit auch eine Kirche da war.


Wie schön es hier ist, zeigt das linke Bild, der Herr möchte wohl hierbleiben.






Und dann geht es mit der Sesselbahn hoch zum Niederwald.






Wir genießen die Fahrt mit einer der schönsten Sesselbahnen am Mittelrhein auf die Höhen des Niederwaldes, mit herrlichem Blick auf die Rotweingemeinde, den Assmannshäuser Höllenberg und in das Rheintal.





Zur Müllentsorgung muss man schon sehr genau von oben zielen.


Unsere Wanderung führt uns zur "Rossel", wo wir unsere erste Rast einlegen.

Die 'Rossel', eine künstliche Ruine auf der höchsten Erhebung des Niederwalds, wurde 1774 durch den Grafen Ostein errichtet. Ein runder Treppenturm führt zu einer geräumigen Plattform, die einen grandiosen Ausblick auf die Nahe-Mündung und das Binger Loch eröffnet.

Die Rossel gehört zu einem 'Erlebnispark', den Ostein auf dem Niederwald errichtete.
Nahe bei der Rossel liegt die Zauberhöhle, eine etwa 60 Meter lange aufgemauerte künstliche Höhle, die durch Spiegelglas und Kieselauskleidung zu einem kuppelbedeckten Rundbau führt. Von dort aus bieten sich effektvolle Ausblicke auf die andere Rheinseite zur Burg Rheinstein und auf die Clemenskapelle bei Trechtingshausen.









Die Nahemündung mit Bingen und Bingerbrück, der Mäuseturm und Burg Ehrenfels und im Hintergrund reicht die Sicht bis zum Donnersberg.



Am Niederwalddenkmal sind wir nach vielen Kilometern fast am Ziel unserer langen Wanderung angekommen.

Zwei riesige Engelsgestalten tragen Flügel, der Sitz, vor dem die Germania, die Figur auf dem Denkmal, sich empor reckt, hat Flügel, und selbst das wehende Haar der Germania sieht flügelhaft aus. Nur das Gewicht der 640 Zentner schweren Dame verhindert, daß sich das Monument in die Lüfte erhebt.

So steht auch heute noch auf dem Niederwald über der Stadt Rüdesheim am Rhein das Niederwalddenkmal, oft einfach nur „Germania“ genannt. Den Grundstein zu diesem Denkmal legte Kaiser Wilhelm I. am 16. September 1877. Eingeweiht wurde es schließlich am 28. September 1883.

Kaiser Wilhelm I. und alle Fürsten des geeinten Reiches waren höchstpersönlich angereist, um der Zeremonie beizuwohnen. Die Einweihung fand bei strömendem Regen statt, der zwar alle Festgäste kräftig durchnäßte, aber auch die Zündschnur einer Bombe unbrauchbar machte, mit der Anarchisten ein Attentat auf den Kaiser verüben wollten. So blieben alle unversehrt, die Bombe, der Kaiser mit seinem Gefolge und auch die Germania auf ihrem mächtigen Flügelsessel.
















Dass unsere Wanderung lang und anstrengend ist, war uns inzwischen klar. Das Bild rechts zeigt doch die große Beanspruchung des Schuhwerkes, das einem Teilnehmer unserer Wanderung geradewegs von den Füßen abfiel.










Ab dem Niederwalddenkmal fahren wir dann mit der Kabinenseilbahn (erbaut 1954) hinunter nach Rüdesheim am Rhein. Natürlich darf hier ein Besuch der Drosselgasse nicht fehlen. Also kehren wir ein und genießen nach langen schweren Stunden das erste Bier. Ein Spaziergang durch Rüdesheim führt uns zur Brücke 8, von wo es mit dem Schiff zurück nach Bingen geht.

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